Generell wird zu viel operiert und zu schnell künstliche Gelenke eingesetzt, wie auch schon der Schweizer Beobachter (2009) berichtete, ohne, dass danach etwas besser wird oder man könnte das Problem auch ganz anders und einfacher lösen.
Der Schmerz wird oft zu schnell lokalisiert. Arthrose (also Gelenksabnutzung - korrekt wäre: Abnutzung des Gelenkknorpels) ist eine hervorragende Diagnose und kann viel Umsatz generieren. Doch generell hat Arthrose nichts zu tun mit Schmerzen. Die Knorpeln haben keine Schmerzrezeptoren, keine Nerven, auch wenn sie noch so abgenutzt sind. So gibt es viele weitere Fehldiagnosen, Fehlinformationen und Kurzsichtigkeit der Mediziner. Wenn sie gar nicht mehr weiter wissen diagnostizieren sie «Fibromyalgie»! Was auch immer das heisst, weiss leider der Arzt auch nicht, doch er hat ein Medikament dagegen, das zwar nicht so toll wirkt, aber er kann etwas verschreiben und der Patient darf mit Nebenwirkungen rechnen.
Medikamente verabreichen, Therapien, Gelenke auswechseln, wieder Therapien und meistens über längere Zeit wieder Medikamente verschreiben bringen wesentlich mehr Gewinn als die tatsächliche Schmerzquelle zu lokalisieren, zu lösen und dem Patienten zu sagen, «beweg dich wieder einmal, aber richtig»! Bewegung fördert Gelenkflüssigkeit, löst Verspannungen und nimmt den Schmerz, auch bei fortgeschrittener Arthrose.
Schmerzen werden zu über 90 % durch Muskelfehlbelastungen, Muskelfehlspannungen und dauerkontrahierten Muskeln verursacht. Wer nun denkt seine Schmerzen und Muskelprobleme im Fitnesscenter loszuwerden, irrt gewaltig. Denn der Werbespruch der Muckibuden «ein starker Rücken schmerzt nicht» gilt nur für Leute, die noch nichts haben!